Verfasst von: huangdi | 19. Februar 2009

The Transporter I&II

Anspruchslose Actionstreifen gibt es wie Sand am Meer. Unterhaltsam sind dabei die wenigsten. Produzent Luc Besson, immerhin als Regisseur verantwortlich für den Meilenstein „Leon, der Profi“, hat mit „The Transporter“ eine Filmtrilogie aus der Taufe gehoben, die genau diese beiden Attribute vereint: anspruchslos, aber unterhaltsam.

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Frank Martin, charmant gespielt von Jason Statham, stellt keine Fragen, was er mit seinem eleganten Audi transportieren soll. Die Größe der Fracht ist das einzig wichtige Kriterium. Seine Missionen erfüllt er streng nach Vorgaben – auch zum Frust seiner Auftraggeber. der französische Inspektor Tarconi ahnt zwar, dass die Tätigkeit des Amerikaners alles andere als gesetzestreu ist, empfindet aber trotzdem Sympathie für den gradlinigen Amerikaner. Als Frank Martin jedoch entdeckt, dass seine aktuelle Fracht eine junge chinesische Frau ist und auch die Auftraggeber sich nicht an die Abmachungen halten, läuft die Situation zunehmend aus dem Ruder. Im zweiten Teil verschlägt es den Helden nach Amerika. Auch hier wird er eher zufällig in die Machenschaften von gewaltbereiten Bösewichten verstrickt. Sein alter Freund Inspektor Tarconi ist ihm dabei als Teilzeit-Tourist bei der Beseitigung der Probleme behilflich.

Ambivalente Charaktere, überraschende Wendungen oder eine realistische Handlung – dies alles vermisst man bei den beiden ersten Teilen des Transporters überhaupt nicht. Die simplen Geschichten werden flott erzählt, die Action auf vier Rädern oder in Form von Handgreiflichkeiten ist packend und selbst ein leichter Hang zur Selbstironie ist nicht zu übersehen. Einzelne Actionszenen sind wirklich haarsträubend unrealistisch, aber das hält nicht davon ab, mit Frank Martin mitzufiebern. Die comichaften Gegner des Helden sind ordentlich gecastet und auch die restlichen Nebenrollen, allen voran Inspektor Tarconi, bereiten Vergnügen.

Im Gegensatz zu vielen Anderen finde ich „The Transporter II“ einen Tacken unterhaltsamer, vielleicht weil mir die glattere Inszenierung und das sichtbar höhere Budget gefallen haben. Im ersten Teil ist die Inszenierung teilweise etwas unbeholfen, vor allem das Finale enttäuscht da etwas. Aber das ist Haarspalterei. Wer sein Gehirn nach Feierabend schonend mit Action versorgen möchte, dem sei „The Transporter“ I&II ans Herz gelegt. Wer sein Gehirn angeschaltet lassen möchte, sollte allerdings vielleicht lieber mal wieder dem Profikiller Leon über die Schulter schauen.

IMDB 1

IMDB 2

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