Verfasst von: huangdi | 4. Dezember 2008

Burn After Reading

Den Inhalt dieses Filmes zusammenzufassen ist äußerst schwierig. So schwierig, dass selbst der zusammenfassende Report beim CIA-Chef am Ende der Komödie so absurd ist, dass sich die Balken biegen. So schwierig, dass ich es auch gar nicht erst mit einer Inhaltsangabe versuche.

Nach dem mich eher enttäuschenden, jedoch vielfach preisgekrönten letzten Film der Coen-Brüder „No Country for Old Men“ bin ich mit einer gehörigen Portion Skepsis in diesen Film gestartet. Doch schon nach kurzer Eingewöhnungsphase hatte mich der Film mit einer unbeschwert aufspielenden Schauspielerschar (hervorzuheben sind John Malkovich und der völlig aufgedrehte Brad Pitt in eher ungewohnten Gewässern), einer originellen Geschichte und flotten Dialogen fest im Griff. Der Aufbau der Handlung, das Zusammenführen der ursprünglich parallelen Stränge und die letztendliche Auflösung des „Geschehens“ – all das haben die Coens geschickt und mit viel bissigem Humor bewerkstelligt.

Die Flut an Schimpfwörtern wird die deutsche Synchronisation sicher vor einige Probleme stellen, darunter hatte schon die hervorragende Serie „Deadwood“ zu leiden. Trotzdem sollte man sich das flotte Werk nicht entgehen lassen. Es ist selten genug, dass eine Komödie Intelligenz und Humor verbindet, Klischees auslässt und obendrein ein solch wundervolles Ende bietet.

IMDB

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Responses

  1. Yeah, ein wirklich toller Film! Glücklicherweise in Englisch gesehen… 🙂

  2. Ja, unsere beiden Kritiken decken sich ja so ziemlich. Fuer mich war der Film bisher die positive Ueberraschung 2008. Wenn mich da nicht jemand zum meinem Glueck gezwungen haette, waere ich wohl kaum in den Genuss dieses Films gekommen.

  3. Schön zu lesen, dass dir der Film ebenfalls gefallen hat! Für mich ist dies der erste Coenfilm, der an die großen Filme der 90er anschließen kann. „No Country for Old Men“ ist zwar auch großartig, aber -wie ich finde- die Coen-untypischste Film im Gesamtwerk der beiden Brüder…

  4. Der Film war fuer mich sicher eine der positiven Ueberraschungen dieses Filmjahrs. Und davon gab es 2008 nicht allzu viele. „Fargo“ (brillant und immer noch mein liebster) war fuer mich der erste Coen-Film und auf diesen gab es ja so einige Verweise in diesem Film.


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