Verfasst von: huangdi | 30. September 2008

Wanted

Es gibt Filme, bei denen man das Gefühl hat, sie basieren einzig und allein auf einem coolem Einfall, einem originellen Bewegungsablauf oder der Idee zu einer Actionszene. Anschließend setzen sich die Macher zusammen und basteln drumherum in Rekordgeschwindigkeit eine Hand voll ähnliche, abgewandelte Situationen. Ganz am Schluss wird eine Geschichte aus dem Fingern gesogen, die, um nicht völlig abgestanden zu erscheinen, noch mit einer überraschenden Wendung versehen wird, die alles auf den Kopf stellt.

Mit genügend Geld für Computereffekte und für prominente, wenn auch gelangweilt-routiniert aufspielende prominente Gesichter kommt dann so etwas wie „Wanted“ heraus. Eine ziemlich wirre Geschichte wird mit hektischen Schnitten inszeniert, ordentlich mit Blut und Pseudo-Moral angereichert und mit Dampfhammer-Action über die gesamte Laufzeit gerettet. Zugegeben, einige Tricks und Szenen sind visuell beeindruckend, einige Szenen sogar fast schon originell, aber das ändert nichts daran, dass dieses Machwerk im Endeffekt einfach nur ärgerlich ist.

Viele werden vielleicht sagen, dass so perfektes Popcorn-Kino aussehen muss. So viel heiße Luft in geballter Form beleidigt mich aber, zumal der Film auch eine Gewaltverherrlichung ersten Grades zelebriert, die durch eine Art höhere moralische Instanz gerechtfertigt wird. Das Einspielergebnis und die erstaunlich positiven Zuschauerreaktionen lassen aber befürchten, dass „Wanted“ nicht der letzte Film seiner Art bleiben wird.

 

IMDB

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