Verfasst von: huangdi | 28. August 2008

Puzzle Quest

Mit steigendem Alter und aus beruflichen Gründen immer weniger Zeit steigt der Bedarf nach kleinen, unkomplizierten und kurzweiligen Spielen, die auch gerne mal als „casual games“ tituliert werden. Nachdem diese Nische bei mir lange Zeit von dem hervorragenden „Picross“ auf meinem DS ausgefüllt wurde, ist in den letzten Wochen „Puzzle Quest“ zur ersten Wahl in dieser Sparte aufgestiegen.

„Puzzle Quest“ ist eine Variation von „Bejeweled“. Wem das nichts sagt, der kann vielleicht eher etwas mit „Tetris“ anfangen, das quasi der Urahn beider Spiele ist. Ziel ist es jedenfalls auf einem Feld mit unterschiedlich gefärbten Diamanten durch Ordnen Ketten von drei gleichfarbigen Diamanten zu bilden, die dann anschließend verschwinden.

Was macht dann „Puzzle Quest“ so besonders? Es wagt die Mischung aus Knobelspiel und Rollenspiel. Man tritt bei jeder Partie gegen einen Gegner an und ist abwechselnd an der Reihe. Mit geschicktem Anordnen der Diamanten sammelt man Mana für Zaubersprüche, die man seinem Gegner anschließend umgehend um die Ohren hauen kann. Neben direkten Attacken gibt es noch eine Reihe weiterer Hinterhältigkeiten, die man durch Zaubersprüche auslösen kann. Der Gegner lässt sich natürlich nicht so ohne weiteres die Butter vom Brot nehmen und versucht sich auf gleichem Weg zu wehren.

Mit jedem besiegten Feind sammelt man Erfahrung für Levelaufstiege, bei denen man seinen Charakter weiter in bestimmten Eigenschaften stärken kann. Untermalt wird das Geschehen von einer Hintergrundgeschichte, die der Rede nicht weiter wert, aber dennoch für ein Knobelspiel erstaunlich ist. Sogar Städteeroberung, Monster-Domestizierung und Forschung & Entwicklung sind im Verlauf möglich.

Das mag sich jetzt alles komplex anhören und so gar nicht nach Feierabendspiel klingen. Ich kann da beruhigen, das zentrale Spielelement bleibt immer noch die entspannende Knobelei. Die Steuerung geht flott von der Hand, die Regeln sind einfach zu durchschauen und der Schwierigkeitsgrad ist einstellbar und auch auf normal sehr moderat. Die Geschichte nimmt sich nicht allzu ernst und ab und zu werden sogar Rollenspiel-Klischees aufs Korn genommen.

Ein paar kleinere Ärgernisse sollte man nicht verschweigen. Der größte Minuspunkt ist, dass der Computergegner gerne und regelmäßig schummelt. Er kann gezielt bestimmte Zufallsereignisse auslösen und scheint auch vorher zu wissen, welche Steine für die verschwundenen neu auftauchen. Zudem nerven in der Kampagne zufällig auftauchende Gegner, denen man nicht aus dem Weg gehen kann.

Alles in allem ist „Puzzle Quest“ aber ein erfreulich umfangreiches Spiel, das wie geschaffen für eine Partie mit dem DS (mit bequemerer Touchscreen-Steuerung) oder der PSP (mit Online-Modus) ist. Die Motivationskurve geht genau nach den 30 Minuten nach unten, die sowieso nur noch vom Tag übrig geblieben sind.

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Responses

  1. […] Besonders lange haben mich im letzten Jahr die beiden Knobelspiele “Picross” und “Puzzle Quest“ gefesselt, die beide ideale Spiele für Zwischendurch darstellen. Im Mehrspielermodus ist […]


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