Verfasst von: huangdi | 19. August 2008

Korruption ohne Risiko

Die Nachrichten in Taiwan werden derzeit klar von einer Korruptionsaffäre beherrscht. Im Mittelpunkt steht da kein kleiner Postbeamter, der sich Geburtstagsgeld aus den Briefen besorgt hat, nein, es ist der erst kürzlich abgewählte Präsident Chen Shuibian. Glatte 30 Millionen US-Dollar stehen zur Diskussion. Soweit nichts besonderes, Korruption ist weltweit ein Thema und in Asien Alltag.

Erstaunlich ist aber das fehlende Unrechtsbewusstsein. Schon während seiner Amtszeit hat Chen Gelder veruntreut, indem aus öffentlichen Kassen unerlaubterweise private Hausangestellte finanzierte. Darauf angesprochen, meinte er sinngemäß: „Was habt ihr denn alle, das Thema ist doch schon längst erledigt. Ich habe das Geld bereits zurückgegeben.“

Wer also demnächst im Kaufhaus beim Diebstahl erwischt wird, kann die Situation mit einer Rückgabe der entwendeten Waren folgenlos bereinigen.

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Responses

  1. na super….das klappt sicherlich nur bei den GROßEN…die Kleinen landen hinter den schwedischen Gardinen…..
    ♥ -lich Bonafilia

  2. Zumindest gibt es Hoffnung, dass es fuer die Grossen schwerer wird. Immerhin hat im beschriebenen Fall eine Schweizer Bank die Annahme des Geldes verweigert und die taiwanesischen Behoerden alarmiert, da die Herkunft des Geldes fuer die Bank unklar war.


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