Verfasst von: huangdi | 15. August 2008

DS vs. PSP

Der Markt für portable Spielkonsolen war seit jeher immer recht übersichtlich. Lange Zeit war Nintendo Alleinherrscher, an dessen Thron auch Sega und Atari nicht im geringsten kratzen konnten. Als Sony, erfolgstrunken vom riesigen Erfolg der PS2, die PSP auf den Markt brachte, hatte Nintendo erstmals einen ernsthaften Konkurrenten. Wie schlagen sich denn die beiden Konkurrenten im Ring?

Meine erste portable Spielkonsole war der Gameboy Advance, den ich sehr wenig benutzt habe. Dies lag vor allem am nicht beleuchteten Bildschirm, der das Gerät unterwegs unbrauchbar machte. Nach einer längeren Pause landete dann vor zwei Jahren der DS Lite in der schwarzen Ausführung in meinem Warenkorb. Ein klasse Gerät, sehr kompakt, sehr mobil und ausgestattet mit genügend interessanten Spielen. Die Touchscreensteuerung ist vor allem fantastisch geeignet für Knobelspiele wie Picross (fantastisch) und Puzzle Quest (kurzweilig) oder auch Kartenspiele. In ergonomischer Hinsicht ist er für meine recht großen Hände allerdings schon nach recht kurzer Zeit etwas anstrengend. Die Akkulaufzeit ist klasse. Enttäuschend war auch der optional angebotene Opera-Browser samt Speichererweiterung. Die Bedienung ist zäh, viele Seiten lassen sich überhaupt nicht laden. Das ist sehr schade, denn um Emails in Hotels abzufragen, würde der kleine DS vollkommen genügen.

Technikbegeistert wie ich bin, landete vor wenigen Monaten auch die überarbeitete Fassung der PSP auf meinem Schreibtisch. Auf den ersten Blick fällt gleich der ungleich größere Bildschirm auf. Satte Farben, eine erstaunlich hohe Auflösung und eine starke Spiegelung sind die Merkmale des Displays. Die Ergonomie ist deutlich angenehmer für meine Hände, erstaunlicherweise ist das Gerät auch leichter als der kleinere DS. Die PSP ist geradezu von Knöpfen übersät, allerdings gestalten sich oft genutzte Funktionen wie das Verstellen der Lautstärke oder der Bildschirmhelligkeit als deutlich angenehmer. Die Spieleauswahl reicht dem DS nicht das Wasser, allerdings finden sich in allen Genres genügend gute Spiele. Vor allem in Actionspielen, Sport- und Rennspielen kann die PSP ihre technische Überlegenheit ausspielen. Diese Genres sind auf dem DS häufig ungenießbar (ausgenommen das wunderbare Mario Kart DS), da sie stark grafikabhängig sind.

Warum überhaupt der Griff zur portablen Zweitkonsole? In letzter Zeit erschienen auf dem DS immer mehr grundsätzlich interessante Spiele, die aber immer mehr mit dem Touchscreen arbeiten. Während dies für Knobelspiele die erste Wahl ist, nerven mich Minispiele, bei denen ich mit dem DS-Stift über den Bildschirm wischen muss, oder Spiele, bei denen ich mir bestimmte Symbole zum Auslösen von Kommandos merken muss, immer mehr. Ein Paradebeispiel ist z.B. The World Ends With You von Square Enix, auf dass ich mich sehr gefreut hatte, dessen Steuerung ich aber furchtbar finde. Viele Spiele benötigen auch einen ständigen Wechsel zwischen Knopf- und Stiftsteuerung, was oftmals einfach mühsam ist. Mit meiner noch recht neuen PSP stellt sich dieses Problem technisch bedingt nicht. Zwar schwirren für das Nachfolgemodell auch viele Pläne zur Verwendung der Touchscreen-Technik im Netz, aber zumindest in dieser Generation bleibe ich davon bei Sony verschont.

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Responses

  1. […] sondern um die digitale Variante des Spielvergnügens gehen. Neben einem knapp drei Jahre alten DS Lite, einer zweijährigen PS2 und einer kaum jüngeren PS3 hat sich Mitte letzten Jahres auch eine […]


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